Im November habe ich mir Gedanken über ein Geschenk gemacht. Wenn man nicht so genau weiß, was gefällt, was die Person schon hat, wähle ich meistens etwas Praktisches. Also habe ich – mal wieder – eine Ratzfatz-Tasche genäht. Ich mag diese Dinger ja (wie ich schon ein paar *ähem* Mal erwähnte) und umweltfreundlich (so man sie denn nicht zu Haues vergißt) sind sie auch noch. Gute Laune machen sie noch obendrein, was will man mehr?
Dieses Mal wollte ich etwas Neues probieren. Es sollte nicht zu schrill, nicht zu bunt und nicht zu niedlich werden. Ich habe somit zu meinem Restebeutel (ja, noch passen meine Scraps = Stoffrestchen in einen Zip-Loc-Beutel… noch…) gegriffen und einfach nacheinander Reste hinausgezogen. Wenn sie eine bestimmte Größe hatten, wurden sie zu den vorhergehenden gelegt. Schließlich habe ich sie alle mit 1/8 inch Nahtzugabe aneinander genäht.
Anschließend habe ich rechts und links etwas grauen festeren Stoff ergänzt, bis ich die Maße der Ratzfatz-Taschenanleitung erreicht hatte (naja, ich hab’s vorher ausgerechnet
). Dieses Mal habe ich die Tasche, ohne in die Anleitung zu sehen, genäht. Kann man mal sehen, wie oft ich schon eine Tasche genäht habe…
Mir gefällt die Tasche so gut, daß ich sie am liebsten selbst behalten hätte. Aber da ich etwas knapp in der Zeit war (nur noch 5 Werktage bis zum Geburtstag) und nicht wußte, wie schnell ich sowas nochmal hinkriege, habe ich sie dann doch schweren Herzens abgeschickt.
Was gut war, denn der Empfänger hat sich darüber gefreut
Für innen drin habe ich einen einfachen schlichten orange-weißen Karostoff verwendet. Innen durfte es noch ein bißchen Farbe sein.
Die schlichte Rückseite mit einem rechtzeitig (!) per Nähmaschine (!) angenähten Label. Das schaffe ich nicht immer.
Dieses Mal habe ich die Träger jeweils 4 cm länger zugeschnitten und dann etwas tiefer hineingesteckt und sie von außen nochmal abgenäht. Eigentlich sollte da noch eine Naht mehr sein, aber mein Kopf hat es auf die Schnelle nicht hinbekommen, die Richtung der Nähte, ohne eine doppelt zu nähen, zu bestimmen (also nach dem Prinzip “Das ist das Haus vom Nikolaus”, wo auch kein Strich doppelt ist…).
Sowas mache ich bestimmt nochmal. Ideale Resteverwertung und sieht auch noch sehr schick aus.