Es laufen mir immer wieder Blöcke (also Teile von Quilts) und/oder Muster im Netz über den Weg, die mir gefallen. Mit jedem Muster einen Quilt zu machen ist nicht nur nicht machbar, sondern auch sinnfrei (wer brauch schon drölfundneunzig Quilts?).
Schon beim 1. “Unbedingt-ausprobieren-Wollen” reifte ja die Idee, einen Sampler Quilt zu machen. So habe ich für einen weiteren Ausprobierblock nahezu die gleichen Stoffe genommen:
Das Muster heißt “Love in a mist” (das ist der englische Name für “Jungfer im Grünen”, also einer Pflanze).
Es ist das erste Mal, daß ich mit Half Square Triangles, also Halbquadratdreiecken
, gearbeitet habe. Und die können ganz schön tückisch sein. Nachdem die ersten nicht perfekt aneinanderstießen, habe ich mit Nadeln geheftet, was das Zeug hielt. Damit habe ich bessere Resultate erzielt.
Ein Grundproblem scheint aber die Nahtzugabe zu sein. Das liegt nicht am Muster, das liegt an der Nähmaschine und ist etwas, was ich schon oft gelesen habe. 1/4 inch bei der Nähmaschine ist nicht wirklich 1/4 inch. Das hat dazu geführt, daß mir 1/2 inch in Länge und Breite bei der finalen Blockgröße fehlen!
Deshalb habe ich den ultimativen Test gemacht:
Man näht hierfür 3 Streifen à 1 1/2 inch zusammen, bügelt (= presst) die Nähte nach außen. Der mittlere Streifen muß nun exakt 1″ breit sein (oder die gesamte Breite 3 1/2 inch).
Und siehe da: das Ergebnis war:
Was bedeutet, ich brauche einen 1/4 inch Quilt Fuß oder ich kann die Position der Nadel justieren. Das habe ich gleich mal ausprobiert. Nadel absenken, Fuß absenken und bis zum Rand des Fußes messen. Ich konnte meine Nadelposition 2 x nach rechts verstellen, damit ich leicht unter 1/4 inch war! Kein Wunder, daß da so viel fehlt.
Weitere Tips aus dem Netz: langsam nähen für akuratere Blöcke, beim Bügeln aufpassen, daß gleichmäßig gebügelt wird, Nähte am Anfang und Ende nicht vernähen (lediglich, wenn man die Quiltlagen zusammennäht), richtig messen beim Zuschneiden (inklusive Linie auf dem Lineal).
Also nächstes Mal besser. Auch wenn es auf den 1. Blick etwas frustrierend ist, wenn der Block nicht perfekt gelingt, so ist es doch toll, was man mit jedem Stück lernt.




